Neue Online-Messgeräte von Bauer

Meist gehen Taucher wie selbstverständlich davon aus, dass mit der Luft in den Pressluftflaschen alles in bester Ordnung ist. Und in der Regel ist das ja auch so. Wie jedoch vereinzelte Tauchunfälle zeigen, können schwere Bedienfehler in Kombination mit stark kontaminierter Umgebungsluft zu gesundheitsschädlichen oder gar tödlichen Überschreitungen der Grenzwerte bei Kohlenstoffmonoxid (CO) oder Kohlendioxid (CO2) führen. Diese Gase sind geruch-, farb- und geschmacklos. Selbst beim Einatmen nehmen wir sie also nicht wahr. Zu einer Kontaminierung mit diesen Gasen kann es kommen, wenn der Kompressor verunreinigte Luft ansaugt oder diese zum Beispiel aufgrund mangelhafter Wartung selbst produziert. Wenn es um das Thema Atemluftqualität geht, darf es keine Kompromisse geben. Schließlich hängt von der Reinheit der Luft die Gesundheit und im Extremfall auch das Leben des Tauchers ab. Die Filtersysteme von Bauer Kompressoren produzieren bei richtiger Bedienung und passenden Umgebungsbedingungen verlässlich reine Atemluft entsprechend DIN EN 12021. Da Wartungs-und Bedienungsfehler jedoch nie vollkommen ausgeschlossen werden können, hat das Bauer-Entwicklungsteam in den letzten Jahren intensiv an einer ständigen lückenlosen Überwachung der Atemluftqualität gearbeitet. Dreh- und Angelpunkt einer aussagekräftigen Messung ist die verwendete Sensorik. Auch billige oder technisch ungeeignete Sensoren zeigen irgendeinen Messwert an, der aber mit den real enthaltenen Anteilen an Restöl, CO, CO2, O2 und Feuchte in der gemessenen Luft nicht einmal annähernd übereinstimmen muss.
In einem solchen Fall gilt: Wer misst, misst Mist. Und der Anlagenbetreiber oder Taucher wiegt sich in falscher Sicherheit. Besonders im Falle von Kohlenstoffmonoxid gehen ungeeignete Sensoren schnell defekt und zeigen dann eine bestehende CO-Belastungfälschlicherweise nicht an – und das kann schlimmstenfalls tödlich enden.
Das Team von Bauer Kompressoren hat daher in aufwendigen Testläufen den jeweils optimalen Sensortyp für CO, CO2, Sauerstoff und für die Feuchtemessung ausgewählt. Die Anströmung der Sensoren ist so gestaltet, dass diese unter optimalen Messbedingungen arbeiten können, um die Lebensdauer zu maximieren. Die auf dieser Grundlage entwickelten Onlinemessgeräte wurden jetzt vorgestellt. Die neue Modellreihe B-Detection bietet dabei für jeden Anwendungszweck
das richtige Gerät. Bei identischer Messgenauigkeit unterscheiden sich die drei Modelle vor allem in der Bauform, den Abmessungen und dem Funktionsumfang. Alle Modelle sind für eine Messung im Rahmen der „Bauer PureAir“-Zertifizierung zugelassen.

B-Detection Mobile

Verpackt in einem kompakten, robusten Kunststoffkoffer und ausgerüstet mit einem Akku für netzlosen Betrieb sowie einem integrierten Display ist dieses Modell universell einsetzbar: etwa für mobile Prüfeinsätze vor Ort oder, in Kombination mit dem mitgelieferten Druckminderer, für die Flaschenluftprüfung auf Reisen. Daneben kann es auch stationär über einen regulären Stromanschluss mit 110/220 Volt geladen und betrieben werden. Zusätzlich ist es für den Betrieb an Bordnetzen mit 12/24 Volt ausgelegt. Wird dieses Modell im stationären Einsatz zur kontinuierlicher Onlinemessung eingesetzt, erfüllt es, wie es die beiden anderen Modelle grundsätzlich tun, sogar die Voraussetzungen für die neue „PureAir Gold“-Zertifizierung.

B-Detection Basic

Als wandmontiertes Gerät ist dieses für den stationären Betrieb vorgesehen und mit dem Modell B-Detection Mobile technisch weitgehend identisch, bietet aber darüber hinaus eine direkte Anbindung an die Anlagensteuerung. So erscheint im Falle einer Überschreitung der Grenzwerte sofort eine Fehlermeldung auf dem Kompressordisplay. Optional wird die verunreinigte Luft bis zur Wiedereinhaltung der Grenzwerte über einen Bypass abgeleitet. Dauert die Störung länger an, schaltet sich die Anlage selbsttätig ab. So kann es erst gar nicht zu einer Verunreinigung der Tauchflasche kommen.

B-Detection Plus

Das stationäre Topmodell der Reihe bietet zusätzlich eine Onlinemessung des Restölgehalts. Zum Einsatz kommen hier spezielle Smartsensoren, die alle relevanten Sensordaten im eingebauten Memory speichern und selbständig rechtzeitig auf einen bevorstehenden Kalibrierzeitpunkt oder Sensortausch hinweisen.
Foto und Text: pm