MK25 EVO – mehr vereisungssicher geht nicht

Neue erste Stufe von Scubapro

Das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten. Dass die ersten Stufen der Lungenautomaten von Scubapro gut sind, wenn sie sich gegen eine drohende Vereisung sträuben, ist jetzt keine welterschütternde Neuigkeit. Aber dass die seit Jahren bewährte Technologie TIS noch einmal fundamental verbessert werden konnte, hat dann auch die Entwickler bei Scubapro verblüfft. Hinter der Abkürzung TIS verbirgt sich das „Thermal Insulating System“. In der neuen ersten Stufen MK24 EVO wird das TIS jetzt von XTIS abgelöst. X steht dabei für Extended. Das sagt auch schon einiges aus, was Scubapro das gemacht hat. Entwicklungsleiter Jo Global erklärt das so: „Wir haben die Widerstandsfähigkeit gegen Vereisung signifikant erhöht, indem wir die Isolationsoberfläche auf den gesamten Nassbereich des Atemreglers ausgeweitet haben. In einfachen Worten ausgedrückt: Alle Metallteile im Inneren der 1. Stufe sind durch isolierende Abdeckungen und Beschichtungen vom kalten Wasser getrennt. Das Konzept basiert auf dem gleichen Isolationskonzept wie das eines effizienten Energiesparhauses.“

Grundlegende Teile neu konstruiert

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Grundlegende Teile wurden neu konstruiert – und blau eingefärbt. Foto: scubapro

Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Es war nicht damit getan, die Isolierung einfach ein wenig zu erweitern. Ganz grundlegende Teile der ersten Stufe mussten völlig neu konstruiert werden. Als das Werk dann vollendet war, staunten die Ingenieure nicht schlecht. Im Labor setzten sie die erste Stufe den widrigsten Bedingungen aus, bis eine dicke Eiskruste die ganze Konstruktion überzog. Doch entscheidend war: Wo hatten sich im Inneren Eiskristalle festgesetzt. Die Antwort war erstaunlich: Nirgendwo. Es gab im Inneren einfach kein Spur von Eis.

Ist „vereinsungssicher“ wie „unsinkbar“

Nun ist es mit dem absolut vereisungssicheren Lungenautomaten so ähnlich wie mit dem unsinkbaren Schiff. Und so verspricht Scubapro auch nicht vollmundig, den 100 Prozent sicheren Automaten entwickelt zuhaben. Doch das Unternehmen lässt den Interessierten an Testprotokollen teilhaben und gibt einen detaillierten Einblick in die neukonstruierten Teile. Das vermittelt den Eindruck, dass nach dem derzeitigen Stand der Technik wohl nicht mehr möglich ist.
Optisch erkennt der Laie, dass es sich bei der ersten Stufe nicht um einen glatten Zylinder handelt, sondern, dass die Oberfläche von sogenannten Wärmetauschrippen unterbrochen ist. Und wer durch einen Blick durch die Bohrungen in der Mitte Blocks wirft, sieht da ein wenig blau. Das ist die Farbe, in der der neu konstruierten Teile gehalten sind.
Doch nicht jeder taucht in so kaltem Wasser, dass er stets mit Vereisung rechnen muss. Auch im Alltag macht der Automat eine gute Figur. Der Atemkomfort ist sehr angenehm, was natürlich auch der zweiten Stufe geschuldet ist. Getestet wurde die MK 25 EVO in Verbindung mit der zweiten Stufe G260. Die ist auch noch nicht so ganz alt und ist der Weiterentwicklung der bewährten G250.

Einer der ersten Automaten der neue EU-Norm erfüllt

Der offizielle Test, dem sich die Kombination unterwerfen musste, war denn auch nicht ganz ohne. Seit Juli gilt in der EU eine neue Norm für Lungenautomaten und das Scubapro-Modell war eines der ersten, das sich einer Untersuchung nach dieser Norm stellen musste. Der Kaltwassertest beinhaltet zwei Anforderungen: Zunächst werden 62,5 Liter in fünf Minuten auf ein einer Tiefe von 50 Meter aus einer zweiten Stufe gezogen. Danach 560 Liter für zwei Minuten auf 30 Metern aus zwei Automaten. Das ganze spielt sich bei einer Wassertemperatur von zwei Grad ab. Der MK25 hielt diesen Anforderungen locker stand. Mit dem neuen Geschäftsjahr wird der Automat die Kennzeichnung EN250A tragen können.

Text: psk