Warum Silent World online zehn Tage Sendepause hatte

Das weltweite Netz heißt deshalb weltweit, weil das www buchstäblich in jeden Winkel des Erde vordringen kann. Auch in den tiefen Süden Ägyptens, wohin des swo-Redakteur Peter S. Kaspar hinverschlagen hatte. Vor dem Abflug hatte er noch versprochen, dass er die Dichte der redaktionellen Beiträge in gewohnter Weise aufrecht erhalten wolle. Es fing auch ziemlich gut an, denn nach den Landung in Hurghada gelang es ihm bereits, den Wind und seine Folgen für den Wassersport zu thematisieren.

Tags darauf startete er seine Reise in den tiefen Süden, die ihn bis Hamata, 140 Kilometer vor der sudanesischen Grenze führen sollte. Vorsorglich hatte er seine ägyptische Telefonkarte mit stolzen 4,5 GB Datenvolumen aufgeladen, was durchaus ausreichend schien. Doch schon zwischen Safaga und El Quesir der Schock: Kein Datentransfer mehr. Fern davon, irgend einem Ägypter dafür die Schuld zu geben, traf ihn blitzartig die Erkenntnis: „Da hab‘ ich wohl irgendeine Cloud nicht geschlossen.“ Ein ähnliches Missgeschick hatte ihm bereits vor einem Jahr sein ganzes Datenvolumen innerhalb von zwei Tagen aufgefressen.

Nun verfügt jedes Hotel in Ägypten inzwischen über WLAN und die Leser der Silent World online würden deswegen nun trotzdem nicht lange auf die nächsten Berichte warten müssen – dachte der Redakteur. Nun ist es mit raren Dingen in der Wüste so eine Sache. Sie werden immer teurer, wie etwa Wasser oder Daten. In den Hotels zwischen Port Ghaleb und Hamata werden für die Stunde fröhlichen Surfens schon mal fünf Euro aufgerufen. Da ist der Surftag mit 15 Euro fast ein Schnäppchen. Es gibt sogar Flatrate-Surfen für knapp 50 Euro. Nur so zum Vergleich: die 4,5 GB, die ihm wohl locker vier Wochen gereicht hätten, lagen bei schlappen 6 Euro.

Smartfone

Doch dem wackren Redakteur wäre ja normalerweise nichts zu teuer, um seine ungeduldige Leserschar zu befriedigen. Es gab noch ein ganz anderes Problem. Die Bits und Byts wurden offensichtlich per Kamelkarawane von Berenice nach Kairo transportiert. Dieses Tempo machte die Uploads dann doch ein wenig problematisch. Und so blieben die swo-Leser zehn Tage im Dunkel.

Doch Licht am Ende des digitalen Tunnels erschien im Akassia-Hotel nahe El Quesir, wo Peter auf dem Rückweg nach Hurghada einen kurzen Zwischenstopp einlegte. Dort konnte er, das wußte er noch von seinem letzten Aufenthalt, sein verlorenes Datenvolumen wieder auffüllen.

Voller Optimismus versuchte er es bei dem Telefondealer im Akassia und bat ihn, ihm ein Datenvolumen mit 4,5 GB für 60 ägyptische Pfund auf sein Smartfone zu laden. Das mache er gerne, entgegnete er. Das koste dann alles in allem 150 Pfund. Auch nach über 20jähriger Ägyptenerfahrung war der Redakteur etwas baff und fragte den Ägypter, ob er diesen Vodafon-Tarif nicht kenne. Doch, doch, aber er müsse ja auch die Miete für seinen Laden bezahlen. Das sei einzusehen, aber doch nicht mit einem Aufschlag von 130 Prozent. So habe er zum ersten Mal um einen Telefontarif gefeilscht, gab er swo-Redakteur zu Protokoll. Man einigte sich auf 100 Pfund. Doch nun zog sich das Einrichten hin, obwohl es eigentlich mit der Eingabe *2000 *50# (und das gleiche noch mal mit 10) erledigt haben müßte. Nach etwa einer halben Stunde war er fertig und erklärte entschuldigend, dass nun mein Telefonguthaben um 60 Pfund gestiegen sei. Meine 4,5 Gigabyt seien nie angerührt worden. Diese hätten nämlich noch einmal gesondert aktiviert werden müssen. Das habe er getan und die 60 Pfund dann eben auf das Gesprächsguthaben umgeleitet. Von den 100 Pfund war jetzt keine Rede mehr. „Ich hab‘ sie ihm aber trotzdem gegeben. Das war mir der Stein, der mir von Herzen gefallen ist, wert,“ meinte Peter.

Mehr infos auf vodafon egypt

 

Text: swo Foto:psk

Für all jene, die sich in Ägypten eine Telefonkarte zulegen, was deutlich günstiger ist, als Roaminggebühren zu bezahlen, deshalb der Hinweis: Das Datenvolume erlischt nach einer gewissen Zeit. Wer die Karte wieder mit ins Land bringt, kann sie unter Umständen wieder benutzen. Telefonieren funktioniert dann auch problemlos. Datenvolumen muss aber offensichtlich gesondert wieder frei geschaltet werden.
Mehr Infos gibt es hier: vodafon egypt