Die Sportliche!
Die Trauminsel Kuredo
Auf Kuredu ist vieles eine Nummer grösser. Ganz nach dem Motto: darf es auch etwas mehr sein? Schon beim Landeanflug fällt der herrliche und riesige Sandstrand auf. Besonders auf der südlichen Inselseite bildet er ein breites, durchgehendes Band und dürfte zu den längsten Stränden aller Hotelinseln der Malediven zählen. Dazu kommen noch die schmaleren, ebenfalls sehr schönen Strandabschnitte auf der Nordwestseite. So viel Strand ist zwar ungewöhnlich, doch Kuredu ist mit ihren gut 1500 Metern Länge auch eine der grössten Touristeninseln der Malediven. was schon kleinere Wanderungen erfordert, um das komplette Inselangebot zu erkunden. Und wer wollte das nicht?
Die Sportliche!
Die Trauminsel Kuredo
Genau genommen besteht Kuredu schon seit einigen Jahren aus zwei Resorts, denn der im Südwestteil der Insel gelegene kleine und feine Resortbereich „Sangu“ besitzt neben eigenem Restaurant und Bar auch eine eigene Rezeption. An der Ostseite der Insel ist mit dem O-Resort ein weiterer Gästebereich mit eigenem Pool, Rezeption, Überwasser- Restaurant, Bar und Spa sowie neu gebauten O-Villas hinzugekommen.
Auch die verschiedenen Bungalowkategorien, von Wassersuiten und Wasservillen über Strandvillen und Bungalows bis hin zu Bungalows im Inselinneren, sorgen für ein breites Gästespektrum mit unterschiedlich großer Urlaubskasse. So bietet Kuredu heute sieben verschiedene Zimmerkategorien. Entsprechend finden sich hier Honeymooner, Ruhesuchende, Familien, Sportler und Pressluftfans vom Beginner bis zum leidenschaftlichen Vieltaucher.
Geselliges Inselzentrum für alle ist der Bereich zwischen Wassersportzetrum und Tauchbasis. Zwei Spas, zwei Swimmingpools sowie sieben Restaurants und ebenso viele Bars tragen zur Abwechslung bei. Diese beachtliche Anzahl von Gemeinschaftseinrichtungen sorgt zusammen mit der außergewöhnlichen Inselgröße dafür, dass es auch bei über 750 Gästen auf der Insel immer irgendwo genügend Platz und erholsame Ruhe gibt.
"Die Hauptattraktion sind bei passender Strömung die Großfische. Viele Haie, viel Action – so lautet die Formel hier und häufig trifft sie auch zu"
Eines der ersten Ziele für viele Gäste ist das Tauchcenter, das praktischerweise ganz zentral liegt. Die ProDivers-Basis ist nicht nur, man ahnt es schon, die größte auf den Malediven, sondern sicher auch ein gutes Stück darüber hinaus. Dabei schaffen es Basisleiter Darren und sein umfangreiches Team täglich, den großen Betrieb ganz entspannt zu organisieren und die Gäste individuell zu betreuen. Da lassen sich die rund 45 Tauchplätze im Norden des Lhaviyani-Atolls noch mal so schön genießen.
Die Insel liegt direkt am Kuredu-Kanal, ein strategischer Vorteil, sind doch die Außenriffe rund um die Atollspitze dadurch schnell erreichbar. Der Kanal selbst bietet mit Kuredu-Express, so genannt wegen der starken Strömungen, die hier regelmäßig auftreten, einen „Muss-man-gesehen-haben- Tauchspot“. Die Hauptattraktion sind bei passender Strömung die Großfische. Viele Haie, viel Action – so lautet die Formel hier und hä0ufig trifft sie auch zu.
Doch neben Grauen Riffhaien lieben auch andere diesen Platz oder nutzen diese Passage für das Rein oder Raus aus dem Atoll: Adlerrochen, Barrakudas, große Stachelrochen und Thunfische gehören dazu. Auch Napoleonfische und ein großer Schwarm Stachelmakrelen sind hier häufig anzutreffen. Wer vielleicht Schildkröten vermisst, dem kann geholfen werden. Wenige Bootminuten entfernt liegen die Kuredu Caves, am Außenriff der Insel Kuredu gegenüber den Strandbungalows.
Den Platz nennen sie auf der Basis auch Turtle Airport, denn dort gibt es Schildkröten satt. Und das mit Garantie. Das Riff hat in diesem Bereich Einbuchtungen, Vorsprünge und zahlreiche Überhänge. Die sind bei Meeresschildkröten offenkundig äußerst beliebt: Häufig zählt man bei einem Tauchgang bis zu ein Dutzend Schildkröten. Oft ruhen sie unter den Überhängen. „Wir sehen sie auch häufig beim Starten und Landen, das heißt, wenn sie zum Luftholen an die Wasseroberfläche steigen und nach ein paar Atemzügen gemächlich zurück zu ihrem Ruheplatz hinabsegeln“, heißt es als Erklärung des Airport-Namens.
Am nächsten Tag, während der Ausfahrt verspricht Tauchguide Armin noch mehr Großes: „Das Thila ist ein Anziehungspunkt für Mantas, auf dem Riffdach locken eine ganze Reihe von Putzerstationen.“ Es ist Mantasaison und tatsächlich lassen sich einige der Riesenrochen blicken und eine ganze Weile aus der Nähe beobachten. Auch außerhalb der Mantazeit ist dieses Riff sehenswert, vor allem wegen seines Fischreichtums: Man begegnet riesigen Schulen von Schnappern, vielen Süßlippen und Falterfischen, im Freiwasser tummeln sich fast immer unzählige Füsiliere und oft kommen Stachelmakrelen und Barrakudas vorbei.
"Besonders im oberen Bereich, bis ins Seichtwasser, fühlen wir uns wie in einem Aquarium, überall wuselt und flösselt es"
Am Tauchplatz Shipyard kommen Wrack- und Fischfans gleichermaßen auf ihre Kosten. Gleich zwei Schiffswracks liegen hier so dicht beisammen, dass sie ganz bequem in einem Tauchgang besucht werden können. Vor allem die „Skipjack II“, das größere der beiden, ist ein Highlight.
In fast senkrechter Position an das Riff gelehnt, ruht das Heck in 29 Meter Tiefe auf dem Grund, während es mit dem Bug ein gutes Stück aus dem Wasser emporragt. Interessante Aufbauten machen dieses Wrack ohnehin abwechslungsreich, dazu kommt der schöne Bewuchs. Besonders im oberen Bereich, bis ins Seichtwasser, fühlen wir uns wie in einem Aquarium: Riffbarsche, Kaiser-, Falter- und Papageifische, Kugel- und Doktorfische, ein Schwarm Glasfische, gut getarnte Skorpionfische, überall wuselt und flösselt es.
Nicht entgehen lassen sollte man sich das ausgedehnte Hausriff. Ein guter Platz, um in aller Ruhe auch mal nach kleineren Attraktionen zu sehen, die hier vom Fangschrecken- krebs über Muränen und kleinere Fischschwärmen bis hin zu einem Wrack reichen.
"Suchen sich Taucher in 20 Meter Tiefe einen geeigneten Beobachtungsposten und warten eine kurze Zeit, bekommen sie häufig gleich ein halbes Hundert Haie vor die Maske"
Spielt das Wetter mit, kann Kuredu ihren Aktionsradius sogar auf das benachbarte Noonu-Atoll ausweiten. Dort liegt, von Kuredu etwa 90 Minuten mit dem Tauchdhoni entfernt, der Tauchspot Orimas Thila. Den Bewuchs darf man hier getrost vernachlässigen, er ist ohnehin nur spärlich. Die Attraktion hier sind die Grauen Riffhaie.
Am Nordende des Riffs werden praktisch immer welche beobachtet. Suchen sich Taucher in 20 Meter Tiefe einen geeigneten Beobachtungsposten und warten eine kurze Zeit, bekommen sie häufig gleich ein halbes Hundert Haie vor die Maske. Unweit des südlichen Endes hat Orimas Thila eine weitere Stelle, auf die man „Haigarantie“ geben könnte. Die ebenfalls beachtlich großen Haigruppen setzen sich hier meist aus Jungtieren unterschiedlicher Größe und Kapitalen, ausgewachsenen Tieren zusammen.
Von Orimas Thila ebenfalls nicht weit entfernt gibt es weitere Super-Tauchplätze. Ausflüge ins Noonu-Atoll werden auf Nachfrage und dann als Tagesausflug mit drei Tauchgängen unternommen. Dass die Malediven unter Normalnull auch hier viel Abwechslung bieten, überrascht nicht wirklich. Eher, dass hier auch das „Landprogramm“ eine Menge zu bieten hat.
"Das Sport- und Freizeitangebot auf Kuredu kann sich also sehen lassen, hat in der Unterwasserwelt jedoch starke Konkurrenz"
Die im Dezember 1988 eröffnete Insel wurde in den letzten Jahren komplett umgebaut, renoviert und erweitert. Dabei entwickelte sie sich zu einer sehr ausgewogenen, vielseitigen Resortinsel für ganz verschiedene Urlaubertypen und Budgets. Den sportlich aktiven Urlauber erwarten unter anderem ein Sechs-Loch-Golfplatz sowie Driving Range, Tennisplatz, Badminton, ein großes Fitness-Center und am Strand neben dem Anlegesteg ein großes, sehr gut ausgestattetes Wassersport-Zentrum, das größte und wohl auch aktivste der gesamten Malediven.
Zum Angebot, das hier auch lebhaft genutzt wird, gehören Windsurfen, Cat-Surfen, Kitesurfen – jeweils auch mit Ausbildung (Kurse nach VDWS) und Geräteverleih. Weiterhin Wakeboarding, Wasserski, Banana-Reiten, Parasailing, See-Kanus und Paddelboote. Das Sport- und Freizeitangebot auf Kuredu kann sich also sehen lassen, hat in der Unterwasserwelt jedoch starke Konkurrenz. Gruppen von Orient-Süßlippen sind typisch für die Malediven.
Tauchcenter Kuredu Providers
Das „PADI 5-Star IDC Center“ hat zahlreiche Tauchplätze im Lhaviyani-Atoll auf dem Programm, die mit den Dhonis innerhalb von maximal 60 Minuten Anfahrt zu erreichen sind. Dazu kommen bei Ganztagesfahrten noch einige Topspots im nördlich angrenzenden Noonu-Atoll. Zum umfangreichen Angebot gehören bis zu sieben Ausfahrten täglich, Hausrifftauchen, jeden Abend Nachttauchgänge, Ganztagesfahrten und Kindertauchen ab acht Jahren, natürlich mit spezieller Kinderausrüstung.
Auf Nachfrage werden Rebreather-Kurse (halb- und ganz geschlossene) durchgeführt. Auch bietet man einen Rebreather-Verleih (Dräger Dolphin und Buddy Evolution) sowie Flaschenverleih für eigene Geräte an. Atemkalk ist vor Ort vorhanden, Sauerstoff-Füllung bis 200 bar möglich. Sehr nachgefragt sind auch UW-Scooter, besonders mit speziellen Dhoni-Ausfahrten nur für Scooter-Taucher. Hervorzuheben ist auch der Verleih von UW-Fotokameras. Erfreulich groß sind zudem die speziellen Angebote für Schnorchler.
Seit 2006 hat die Tauchbasis eine ständig einsatzbereite Vier-Personen- Dekokammer mit Vorkammer auf der Insel, mitsamt europäischem Deko-Arzt. Angeschlossen ist eine kleine Allgemeinklinik. Weitere Infos hier.








