Alarmstufe Rot am Roten Meer

Von März 3, 2015 Alle 14 Kommentare

HEPCA sammelt Unterschriften

„Code Red“ läßt sich ziemlich einfach ins Deutsche übersetzen. Es heißt soviel wie „Alarmstufe Rot“. Und so betitelt die ägyptische Umweltorganisation HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) ihr Projekt, mit dem an die Vernunft von Reiseveranstaltern, Dienstleistern und Gästen appeliert wird. Pünktlich zu Beginn der ITB in Berlin startet eine Petition, die sechs Punkte umfaßt.

  • Im ersten Punkt wird an alle Veranstalter appelliert, bei Bootsfahrten auf das Ankern zu verzichten und stattdessen das Bojensystem zu nutzen, das inzwischen übrigens mehr als 1.000 Bojen im Roten Meer umfasst.
  • Im zweiten Punkt geht es darum, dass der Müll nicht im Meer entsorgt werden soll. Vor allem wird auf die Gefährlichkeit von Kunsstoffmüll hingewiesen.
  • Störungen, Verfolgungsjagden und Fütterungen haben verheerende Folgen auf die Tierwelt. Die Petition nennt in diesem Zusammenhang Delfine, Seekühe und Schildkröten, aber auch Haie und die Vogelwelt.
  • Im vierten Punkt geht es um den Handel mit maritimen Leben, ob von Tieren oder von Pflanzen. Reiseveranstalter und Dienstleister werden gebeten, sich gehen jeglichen Handel zu wenden.
  • Der fünfte Punkt enthält eine Aufforderung, sofort und unverzüglich jede Verseuchung des Meeres durch Öl, Kraftstoff oder andere Chemikalien zu melden.
  • Schließlich werden alle Reiseveranstalter und Dienstleister geben, mit alle wissenschaftlichen Forschungs- und Überwachungsprogrammen zusammenzuarbeiten, um die Naturschutzbehörden zu unterstützen und eine nachhaltige Arbeit möglich zu machen.

Ziel der Petition ist es zunächst einmal 10.000 Unterschriften zu erreichen. Wer die HEPCA unterstützen will, findet hier den entsprechenden link: The Code Red Commitment

14 Kommentare

  • Hier meine Unterschrift!

  • Bettina Steinhoff sagt:

    Ich lebe am Roten Meer und mir ist der Erhalt meiner neuen Heimat wichtig

  • kannengiesser sagt:

    AGREE
    Es wurde Zeit.

  • Laura Nebel sagt:

    Wir sind Red sea diver und wollen das dieses so lange wie möglich erhalten bleibt!

  • Weber Johannes sagt:

    Wenn man ins Hinterland schaut sind nicht die Touristen oder Veranstalter/ Hotelbetreiber jene welche die Umwelt verschmutzen sondern das ägypt. Volk selbst. Solange es keine kommerzielle Müllentsorgung gibt werden alle weiterhin ihren Müll vor der Haustüre, im Meer oder der Wüste entsorgen. Weiters sollte der Verkauf von maritimen Tieren direkt durch Stichproben in den betreffenden Shops gestraft werden, dann würden die Verkäufer auch handeln. Solange es in Ägypten dahingehend jedoch keine Kontrollen und Strafen gibt sowie so eine instabilen Regierung an der Macht ist wird sich nichts ändern bzw. wird nichts passieren.

  • Severine Mellinger sagt:

    Was muss den noch alles passieren bis endlich gehandelt wird? Die Zeit ist reif für feste Regeln um unsere Meere zu schützen

  • Stanley sagt:

    Endlich tut sich was. Ich unterschätze euch, da ich als Taucher um das Wohl sehe.

  • Sandro Zeuner sagt:

    Die sechs Punkte sprechen für sich.

  • Sehr sinnvoll die Aktion, volle Zustimmung, viel Erfolg!

  • Suzanne Rehmer sagt:

    Wunderbar das endlich mal etwas passiert! Unbedingt muss man aber auch den Ägyptern vermitteln, dass keine Schildkröten uva. aus dem Meer genommen wird. Dazu kommt der ganze Plastikmüll der von den Hotelketten einfach in der naheliegenden Wüste entsorgt wird und bei Wind natürlich wieder an den Strand und in das Meer geweht wird. Es müsste doch möglich sein, Ägypten ein Müllkonzept nahezubringen?
    Gruß Suzanne Rehmer

  • Wiesgickl Stephanie sagt:

    Richtig so

  • Claus May sagt:

    Ich unterschätze euch.
    Volle Zustimmung!

  • 1. Dürfte mittlerweile überall Verwendung finden.
    2. Hier sind überwiegend die Safari-Crews angesprochen, die in der Dämmerung mit Zodiac und schwarzen Säcken wegfahren und ohne Säcke wiederkommen.
    3. Diesen Punkt sollten sich zu allererst die Tauchschulen und Dive-Guides hinter die Ohren schreiben.
    4. Dieser Punkt geht alle an!
    5. Hierauf sollten die Tauchschulen achten bei der Auswahl ihrer Boote. Wer schon mal den braun schimmernden Ölteppich zwischen Hurghada und Safaga in der Nachmittagssonne“bewundern“ durfte, weiß auch, dass die Verursacher die ägyptischen Bootseigner mit ihren Klapperkisten sind.
    Nach zwanzig Jahren Tauchen im roten Meer weiß ich genau, wovon ich rede und kann die Arbeit der HEPCA nur bedingungslos unterstützen!

  • Kays sagt:

    Die Punkte sind alle korrekt, das Gehandelt wird ist auch richtig und wichtig, es sind allerdings nicht nur die Touristen, Reiseveranstalter und Dienstleister die an einem Strang ziehen müssen. Wichtiger ist die Ägypter selber zum umdenken zu bewegen. Die Bootcrews und Kapitäne müssen geschult und kontrolliert werden. Auf See muss Kontrolle von der HEPCA gefahren werden und nicht Sprüche und Anweisungen aus dem Büro verordnen. Vort Ort, auf dem Wasser und zu Lande musssss gearbeitet werden. Hepca schult Eure eigenen Mitbürger.